Mit „Eigentlich“ fangen normalerweise Ausreden an. In diesem Fall ist es aber anders: Eigentlich bin ich heute nur zum Club gefahren, um dabei zu helfen, unser Vereinsboot Obadja ins Wasser zu slippen. Weil die Kameraden aber noch mal das Deck ordentlich reinigen wollten und meine Hand dabei nicht benötigt wurde, fing ich an, bei Swantje das Unterwasserschiff zu streichen.

Die ganzen Vorarbeiten wie Schleifen etc. hatte ich schon die anderen Male gemacht. Am letzten Wochenende besorgte ich mir noch Rollen und heute hatte ich alles dabei, was man so benötigt. Antifouling war da, Verdünner, Eimerchen zum mischen… nur eine Waage hatte ich nicht mit. Die hätte ich genommen, um das korrekte Mischungsverhältnis für AF und Verdünner hinzubekommen. Aber das machte ich nun nach Auge und Gefühl. Und weil ich alleine war und mich keiner mit Schnacken aufhielt und auch kein Radio düdelte und weil man ja nicht großartig Pause machen kann, weil sonst alles gleich eintrocknet, habe ich in gut zwei einhalb Stunden den Rumpf fertig gemacht. Fein! Ich bin froh, dass das fertig ist, denn ich habe an Malerarbeiten keine rechte Freude und neige dann schnell zum Pfuschen…. nun kann ich mich den anderen Aufgaben widmen. Ein paar Sachen sind da noch aufm Zettel! Ich muss z.B. noch das Kabel vom neuen Echolot-Geber unter die Bodenbretter etc. verlegen. Das werde ich als nächstes machen, denn auch das gehört nicht zu meinen Lieblingsarbeiten. Und wenn ich das vor mir her schiebe und am Ende mit Zeitnot mache und das wird nicht so gut, dann werde ich mich jedes mal ärgern, wenn ich das sehe. Also mache ich es gleich und gleich ordentlich (hoffentlich).

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