Dinge, die nicht mehr da sind

Zu den Zahlen, die ich im Nachgang unserer Reise ermittelt hatte, kommen natürlich auch noch Daten, die man nicht richtig erfasst, aber die einem beim Schnacken wieder einfallen.

Zum Beispiel sind uns während der fünf Monate drei Schnapsgläser kaputtgegangen. Das war deswegen doof, weil wir diese immer als Eierbecher verwendet haben. Für den eigentlichen Anlegeschluck haben wir kleinere Schnapsgläser, in die Ei nur in Likörform reinpasst 🙂
Außerdem sind zwei Wassergläser runtergefallen und zerbrochen. Und das nicht durch wilde See und heftige Bootsbewegungen sondern beide Male festgemacht am Steg, beim Abwasch bzw. durch Schusseligkeit. Übrigens gab es auf See nie Bruch, auch wenn einige Male Sachen durch die Kajüte flogen, von denen wir dachten, sie seien nun aber bestimmt gut verstaut.

Im Hafen von Bogense liegt ein Esslöffel von uns auf Grund, weil ich den mit dem Abwaschwasser über Bord kippte. Irgendwo anders könnte einen Kochlöffel (so ein guter alter aus Alu!) das gleiche Schicksal getroffen haben, denn seit unbestimmter Zeit vermissen wir diesen. Er könnte aber auch noch irgendwo versteckt in einem Spalt unter Deck schlummern. Sein neu gekaufter Nachfolger versuchte es nämlich genauso: Dieser rutschte zwischen die Polster und liess sich erst einige Tage später wieder finden.

Aber: Es gab keine von der Reling weggewehte Wäsche, kein verlorenes Handtuch. Auch Leinen und Fender blieben dem Boot treu und wurden weder verloren noch irgendwo aus Versehen zurück gelassen.

Bücher: Wir haben mehr zurück gebracht als mit auf die Reise genommen. Unterwegs tauschte ich welche durch, denn es gibt tollerweise in vielen Häfen extra eingerichtete Gelegenheiten dazu und ich habe eigentlich immer ein Buch an Bord, welches ich weitergeben kann. In Großenbrode aber waren einige kleine Musikbüchlein (Mundorgel etc.), die offensichtlich schon lange dort im Regal auf jemanden warteten. Die nahm ich dann mal ohne Tausch mit.

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