U23 – Der Anfang

Tag 1
Nach der Arbeit von den Eltern verabschiedet, zur Physio gefahren und vom Alex nach Hooksiel fahren lassen- Urlaub!
Tja, abends dann gemerkt, dass die komplette Kühltasche zu Hause geblieben ist…

Was jetzt? Ohne Frühstück nach Wangerooge? Dort einkaufen ist beschwerlich, da der Ort weit weg vom Hafen liegt und regnen sollte es auch den ganzen Nachmittag. Zweite Option: mit dem Bus/Zug nach Oldenburg und Tasche holen. Dann fehlt zwar gleich ein Urlaubstag, aber Essen vergammeln lassen tut auch weh!

Tag2
In Hooksiel beim Bäcker haben wir lecker gefrühstückt. Den Honig musste ich zwar mit Wespen teilen, aber das ist in Ordnung. Holger ist dann mit Bus und Zug zurück nach Hause und hat die Kühltasche geholt. Während dessen habe ich mich auf den Urlaub eingestimmt und geschlafen. Abends gönnten wir uns an der Trabrennbahn unser Abendessen und verloren bei den Pferde-Wetten. Das nehme ich mal als Zeichen für einen tollen bevorstehenden Urlaub 🙂

Tag 3
Man, man, man…
Wir sind früh aufgestanden, Wetter gecheckt, Brote geschmiert-pünktlich zur Schleuse aufgebrochen. In der Schleuse kommt der Wärter runter und erzählt was von Sperrung des Fahrwassers… Häh? Ich hatte das zwar irgendwo gelesen, aber ich dachte, bis Ende Juli wäre das erledigt. Tja, falsch gedacht. An der Kaimauer des Schleusen-Vorhafen werden wir auf englisch angerufen von 2 Arbeitern. Wir könnten nicht auslaufen. Als wir erklären, Richtung WHV zu wollen, lassen sie uns passieren. Draußen kommt auch noch ein Sheriff mit Schnellboot an. Ja, wir wissen Bescheid: Sprengung alter Munition, drehen weiter ab Richtung WHV. Wir suchen uns einen Ankerplatz und warten. Über Funk bekommen wir (fast) alles mit. Wir frühstücken noch mal und beobachten das Wolkenspiel über Land und Wasser. In WHV scheint es stark zu regnen! Kommt das auch zu uns? Dann sieht man am Horizont eine Rauchwolke, es folgt der Knall. Wir gehen Anker auf. Aber leider hat eine Sprengladung nicht gezündet. Also nochmal warten. Endlich wird die Jade freigegeben. Aber was ist das? Unser Echolot zeigt nichts mehr an?! Wir tuckern Richtung Minsener Oog. Aber das Echolot erholt sich nicht. So können wir nicht durchs Watt fahren! Wir beraten uns kurz und wollen zurück an unseren Liegeplatz. Gleich sollte auch die Schleuse wieder öffnen. Wir fahren Richtung Vorhafen. Auf einmal haben wir statt 2,8 ganze 7 Knoten Fahrt, verrückte Tide! Im Vorhafen spielen wir unsere Optionen durch: wir sind ohne Auto, in Hooksiel gibt es keinen Yacht-Ausrüster, müsste der Geber gezogen werden, wäre es bei Niedrigwasser besser… alles spricht gegen unseren Liegeplatz, und das wäre gefühlt auch wie aufgeben… Also drehen wir im Vorhafen eine Runde und fahren wieder raus. Auf der Jade segeln wir fein mit Strom und achterlichen Wind in die, für uns, falsche Richtung. Bevor wir den Nassau-Hafen erreichen, spielt das Wetter verrückt. Sonne wechselt sich ab mit dunklen Wolken, Winddreher, Böen… Wir segeln das aus. Haben ja Zeit und Urlaub 🙂 Als wir das Segel bergen, tauchen von Achtern drei Motorboote auf. Vor der Einfahrt zum Hafen gibt es einen kleinen Stau. Da fährt man zwei Stunden allein und vorm Hafen gibts Getümmel, tze! Schnell ist ein Liegeplatz ausgemacht und angelegt. Schön hier, aber zum Baden reicht es nicht. Leider ist das Echolot nicht so leicht zu reparieren…

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