Unser Segeltörn nach Helgoland

Freitag trafen wir bei der Werft ein, wo Johannas Schiff liegt.

Wetter schön, Sonne, 18 Grad. Dieses Mal bestand die Crew aus 7 Personen: Johanna als Eignerin, D und W, I und S und Holger und ich. Nach dem beziehen der Kabinen wurde kurz eine Einkaufsliste erstellt und drei Mann fuhren Proviant besorgen.

Wieder an Bord, beschlossen wir essen zu gehen. Lecker im alten Bahnhof von Wilhelmshaven gespeist, wie schon beim letzten Törn mit der Blue Cruise. Leider ist die Karte verkürzt und die Preise haben angezogen, aber lecker war es. An Bord klang der Abend gemütlich aus.

Früh am nächsten Morgen sollte die Fahrt beginnen. Wir mussten uns etwas sputen. Zwei Brücken und eine Schleuse mussten passiert werden. Einige Mitsegler wunderten sich, warum Holger und ich uns so warm anzogen. Nach passieren der Schleuse merkten sie es und taten es uns gleich. In der großen Seeschleuse hatten wir noch Zeit zu frühstücken. Bis die große Kammer sich füllt… Leider hatten wir Wind aus Nord, was schlecht ist, wenn man nach Norden segeln will…

Gegen das auflaufende Wasser kreuzten wir die Jade raus. Mühselig erkämpften wir uns jede Meile. Als wir Wangerooge passiert hatten, waren schon 5 Stunden vergangen. S zirkelte auf der Seekarte die verbleibenden Seemeilen ab und stellte verblüfft fest, dass wir erst gegen 23:00 ankommen würden. D und W, sonst mit Motorboot unterwegs, waren etwas erschrocken. Damit hatten sie nicht gerechnet! Aber sie meuterten nicht!

Endlich kam der Felsen in Sicht, wir waren alle durchgefroren. Aber es brauchte noch zwei Sunden und zwei weitere Wenden, bis wir mit dem letzten Sonnenlicht die Segel bargen und in den Hafen einliefen. Natürlich war der Hafen voll, es war Nordsee-Woche. Wir gingen längsseits an einen dänischen Segler, der wiederum an einen Fischer festgemacht hatte. Der Fischer rief uns rüber, er wolle um 06:00 Uhr raus fahren. Somit erklärten sich vier aus unserer Crew bereit, früh aufzustehen. Erschöpft (aber glücklich) gingen wir schlafen. Von dem Manöver am nächsten Morgen bekam ich nicht viel mit… Als ich aufstand war Frühstück fertig und die Sonne schien! Wir aßen an Deck und beobachteten das Ablegen der Regatta-Teilnehmer. Mir juckte es in den Fingern, gerne wäre ich mitgesegelt!

Gegen 10 Uhr legten auch wir ab, zurück in die Jade. Für den nächsten Tag, unseren eigentlichen Rückreise-Tag, war Starkwind aus Süd vorhergesagt! Es wurde ein schneller angenehmer Rückweg. Super Wind, Sonne, gut gelaunte Crew. Wir steuerten Hooksiel an. Es ist schon spannend, dort mit einer 50ft-Yacht aufzukreuzen 🙂

Beim WyC bekamen wir einen schönen Liegeplatz und es wurde lecker gekocht.

Der Montag war dann zwar warm, aber zwischenzeitlich regnete es etwas. Wir liefen nach dem Frühstück zum alten Hafen und begaben uns dort ein wenig in den Trubel der Heringstage.

14:00 Uhr war wieder schleusen angesagt, da wir uns sputen mussten nach WHV zu kommen. Dort öffnen die Brücken an Sonn- und Feiertagen nur bis 16:00 Uhr. Die große Seeschleuse hat hingegen 24 Std Dienst…

Die Überfahrt unter Motor war ruppig aber schnell. Zwischendurch aßen wir das vorher im Hafen gekochte Mittag. Während des Schleusen-Vorgangs kam die Sonne nochmal raus und wir genossen die letzten Meilen bis zum Anleger. Ich habe in der Schleuse abgelegt und fuhr die große Blue Cruise bis zur Anlegestelle. Aber dort war mir das Anlegemanöver zu eng und ich übergab an Johanna. Kurz vorher kam noch ein Gewitterschauer runter, sodass die Segel-Klamotten nass in die Reisetasche kamen.

Ein tolles Segel-Wochenende!

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