Unser Törn in der Bretagne Teil 2

17.08.2022
Das erste Stück nach Belle Ile wird motort. Die starke Dünung vom Vortag ist nicht mehr da. Wir quatschen, dösen, schauen aufs Meer… dann kommt die Insel im Dunst näher. Auf einmal ist doch Wind da. Das letzte Stück können wir segeln, bei Sonnenschein – tres bien!

Dann beeilen wir uns in den Hafen zu kommen, denn vom Festland bauen sich Gewitterwolken auf.

Wir dürfen wieder an Mooring-Bojen. Rein in den Hafen ginge erst ab 20:00 Uhr und wir müssten morgens um 8:00 wieder raus. Es ist ein Drempel vorm Hafenbecken…

Belle Ile
Es beginnt zu regnen, als wir fest sind. Die Hafenguides schupsen die Schiffe hin und her mit ihren Schlauchbooten, wir staunen… Eine kurze Regenpause nutzen wir um uns an Land fahren zu lassen. Wir haben unsere Duschsachen mit, es ist nötig! Dann schlendern wir durch den Ort, es ist wieder trocken. Wir trinken Kaffee am Hafen und laufen zu einem Aussichtspunkt hoch. Ein toller Blick über den Hafen belohnt uns! Dann geht’s zurück und dieses Mal giebt es endlich das Anlegebier im Hafenbistro.
Vorhafen Belle Ile
Eine Rückfahrgelegenheit zum Schiff findet sich schnell und ich beginne zu kochen. Es gibt Gemüsepfanne mit Fleischeinlage und Baguette. Der Hafen hat sich wieder gefüllt und ab 20:00 Uhr kommen weitere Segelboote rein, die durchfahren in das hintere Hafenbecken. Beim letzten Sonnenlicht und freundlicher Stimmung haben wir schönstes Urlaubsfeeling❤️

18.08.2022
Schon wieder tiefhängende Wolken am Morgen. Wir legen zu „unserer Zeit“ 09:30 Uhr ab. Vorm Hafen setzen wir gleich die Segel und rauschen ab Richtung Golf du Morbihan.

Aber wir steuern erst mal den Hafen von Arzon, Port du Crouesty an. Der Hafenguide weißt uns einen Liegeplatz zu, doch der ist belegt! Nehmen wir eben den daneben…. Nette Engländer helfen uns beim Anlege-Manöver. Die Sonne kommt raus und wir beschließen, uns wieder Fahrräder zu leihen. Erst fahren wir zum großen Strand mit vielen Attraktionen: Ponyreiten, Supboard etc. Wir schauen nur, zum Baden keine Lust. Dann geht es in die andere Richtung nach Port Navalo. Dort trifft Strömung gegen Wind in der engen Einfahrt zum Golf. Viele Segler machen sich einen Spaß draus und schaukeln in den Golf, manche mit ganz wenig Fahrt voraus. Kleine Motorboote schießen über die kabbeligen Wellen, es ist windig.

Wir gehen einen Kaffee trinken. Dann suchen wir uns einen netten Radweg zurück. Wir fahren durch kleine Bretonische Dörfer, eins neben dem anderen und sind schnell wieder am Hafen. Nachdem wir die Räder abgegeben haben und ein kleines Bier an Bord getrunken haben, machen wir Siesta, es wird immer windiger.
Abends bleiben wir unter Deck.

19.08.2022
Es regnet. Aber nach dem Frühstück wird es besser. Heute legen wir erst um 10:30 Uhr ab, die Tide…

Vor dem Golf du Morbihan wollen wir das Großsegel setzen. Doch es hat sich im Baum verklemmt. Da es ein Rollgroß ist, müssen Holger und ich erst angewiesen werden von Karl- Heinz, wie das zu beheben ist. Zum Glück ist er gelassen und routiniert, so bekommen wir das kleine Problem schnell gelöst. Wir gleiten in den Golf, vorbei an Port Navalo, wo wir gestern noch auf den kleinen Klippen gestanden haben. Zwischendurch gibt es achterlichen Wind, wir segeln mit Schmetterling-Segeln. Dann müssen wir den Kurs änder. Der Strom zieht uns tiefer in den Golf.

Wir passieren steile Klippen, auf denen schöne Häuser stehen. Davor liegen meist kleine und große Boote an Moorings. Durch den Regen der vergangenen Tage ist die Natur grün und frisch. Überall sieht man kleine oder größere Buchten mit Ortschaften. Auf dem Wasser tummeln sich alle Wassersportarten, herrlich! Viel zu schnell erreichen wir die erste Brücke von Vannes. Sie steht offen für uns. Ein Hafenguide kommt im Schlauchboot auf uns zu und weist uns einen Platz zu. Holger fährt den schmalen Kanal entlang und bringt die Hoppetosse in ihre Box. Unser Törn ist, zumindest auf dem Wasser, zu Ende.

Zurück in Vannes
Wir genießen den Nachmittag und Abends laden wir Karl-Heinz zum Essen ein.

Die dunklen Wolken vom Nachmittag lösen sich auf und wir verabschieden uns von der Hoppetosse mit einem Sundowner an Deck. Schön war es in der Bretagne!

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