Fuffi ausm Wasser

Neulich, mitten in der Woche, waren wir bei Fuffi, weil so schönes Wetter war. Dort stellten wir fest, dass sich im Boot, unterm Cockpit Wasser befand. Das soll ja nicht so sein. Also, was tun?

Es war schon einiges Wasser. Auf jeden Fall zu viel, um es zu ignorieren. Wir waren uns ziemlich sicher, dass das Regenwasser sein müsse. Also von oben, nicht von unten. Aber wir waren uns nicht 100% sicher. Es könnte ja sein, dass beim Durchlass für die Logge (die einzig vorhandene Rumpföffnung) eine kleine Undichtigkeit besteht. Nach langem hin und her brachten wir den Trailer von Oldenburg ans Hooksmeer und starteten am Wochenende die Operation „Fuffi slippen“. Und wir nahmen noch Sohn Nr.1 mit. Eine helfende Hand konnte nicht schaden und der Bengel muss eh mal an die Sonne.

Im Grunde lief das alles ganz einfach ab: Trailer an der Rampe abgestellt, vom Auto abgekoppelt und zwei Festmacher als ca. 10m-Deichsel-Verlängerung zwischengetüdelt, damit der Trailer weit genug ins Wasser kann, ohne das Auto zu versenken. Wir brachten noch einen Festmacher an den Rungen vom Trailer an, um abschätzen zu können, wie tief er nun im Wasser sei.
Jetzt holten wir Fuffi aus seiner Box, fuhren um den Steg und schön mittig auf die aus dem Wasser ragenden Stangen zu.

Folge dem Festmacher: Finde den Trailer

Netterweise machte der Sohn währenddessen einige Aufnahmen. „Draußen“, auf der Jade, waren 5 bis 6 Windstärken angekündigt, laut Radio flogen in Paderborn alle Dächer durch die Luft und wir steuerten mit 6PS und Viertelgas in einem kleinen Boot auf einen in einem Randmeer durch uns versenkten Anhänger zu.

Man kann auf obigem Bild erkennen, dass unser Höhenkontrolltampen noch einiges aus dem Wasser ragte. Wir gingen bei Fuffis Tiefgang immer von 80cm aus, laut Datenblatt sind es nur 61cm und die Plattform des Trailers war von mir aus nur 40cm unter Wasser. Also mein Plan: nicht so sehr vom Gas gehen  und das Boot mit etwas Schmackes auf den Trailer schieben. Natürlich bemerkten wir zu spät, dass das gar nicht notwendig war. Aber dank der von mir montierten Mittelstange und dem Tampen fuhren wir nicht einfach über den Trailer hinweg.

Wozu gibt es Bugfender… nein, es war alles kein Problem, Angela konnte das auf dem Vorschiff wunderbar mit der Hand regulieren.

Leider gibt es davon und wie Fuffi auf dem Trailer an Land steht, keine weiteren Bilder. Das ist deswegen schade, weil der Ruderskeg hinten wirklich mal so gerade eben mit vielleicht drei Zentimetern aufm dem Trailer stand. Ein kleines Stück weiter drauf wäre schon schön gewesen. Das hättet ihr sehen sollen. Aber ging ja auch so 🙂

Ich wischte unterm Rumpf die Stelle des Gebers ordentlich trocken und inspizierte sie. Vielleicht tropft ja Wasser raus? Nein. Dennoch dichtete ich noch mal rings um den Geber mit Klebt und Dichtet ab. Angela, die noch auf dem Boot war, machte von innen das gleiche, nach dem dort auch alles trocken war. Nach einer kurzen Verschnaufpause (es war warm!) und einer gewissen Anhärtung des Dichtmaterials ging es wieder retour ins vorgesehene Medium. Ich fand das alles klasse, weil wir das mit Hausmitteln erledigen konnten, ohne erst bei anderen zu fragen etc., Angela machte sich irgendwelche (von mir aus unbegründeten) Sorgen, als es rückwärts ging. Der Sohn fuhr das Auto, ich sollte mit an Bord. Ohne Probleme rumpelte der Trailer nach unten, bald schwamm Fuffi auf und wir fuhren zurück. Das war gestern, Samstag.

Heute sind wir wieder hin, um Manöver zu üben. Es waren nur 1 – 2 Bft und das Boot war trocken von innen. Na also! So hatten wir einen schönen Tag, wo Angela noch An- und Ablegen (einhand!) übte, Rückwärtsfahren mit Fuffi (ging sehr gut!). Wir machten eine Pause an irgend einem Steg, mampften unsere Stullen in der Sonne und dann motorten wir gegen den Wind zu Schleuse, um von dort mit achterlichem Wind wieder zurück zu segeln. Sehr schön! Wir fuhren noch bis zum alten Hafen durch und gönnten uns ein Alster beim Packhaus. Irgendwann ging es zurück zum Liegeplatz an Steg 9, Angela legte an und wir genossen noch eine Weile die ruhige Idylle.

Was für ein schöner Urlaub, dieses Wochenende!

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